Zum Inhalt springen

Bäderkonzept 2040

Welche Bäder und Wasserflächen brauchen wir künftig wirklich?

Sanierungsdruck, steigende Betriebskosten, knappe Fachkräfte und veränderte Anforderungen treffen vielerorts auf eine Bäderstruktur, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Doch eine Entscheidung über die Zukunft sollte nicht allein vom Zustand eines einzelnen Gebäudes ausgehen.

Mit dem AquaPassion Bäderkonzept 2040 entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein tragfähiges Zielbild für Ihre gesamte Bäderlandschaft – als Orientierung für Standorte, Angebote und Investitionsentscheidungen bis 2040 und darüber hinaus.

Weitwinkelaufnahme einer Bäderanlage

Ausgangslage

Viele Entscheidungen stehen an. Ein gemeinsames Zielbild fehlt.

Bäder sollen Schwimmenlernen ermöglichen, Schulen und Vereinen verlässliche Wasserzeiten bieten, Gesundheit und Bewegung fördern und attraktive Freizeitangebote schaffen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Personal, Energieeffizienz und Klimafähigkeit.

Oft werden an einzelnen Standorten bereits Sanierungen, Modernisierungen oder Ersatzneubauten diskutiert. Was dabei fehlt, ist die strategisch vorgelagerte Antwort auf eine andere Frage: Welche Bäderinfrastruktur wird langfristig tatsächlich gebraucht?

Ohne ein übergreifendes Zielbild drohen hohe Investitionen in Strukturen, deren spätere Funktion nicht ausreichend geklärt ist. Gleichzeitig bleiben mögliche Versorgungslücken, Doppelangebote oder Chancen einer besseren Aufgabenverteilung zwischen den Standorten unerkannt.

Die zentralen Fragen

  1. 01Welche Aufgaben müssen unsere Bäder künftig erfüllen?
  2. 02Welche Nutzergruppen und Angebote sind langfristig zu berücksichtigen?
  3. 03Welche Wasserflächen werden dafür tatsächlich gebraucht?
  4. 04Welche Standorte sind dauerhaft sinnvoll und entwicklungsfähig?
  5. 05Wie lässt sich die Bäderlandschaft mit realistisch verfügbarem Personal betreiben?
  6. 06Welche Entscheidungen müssen heute vorbereitet werden?
  7. 07Wie entsteht aus vielen Einzelthemen ein nachvollziehbarer Fahrplan?

Unser Ansatz

Zukunftsfähigkeit entsteht im Zusammenspiel

Erst den zukünftigen Bedarf bestimmen. Dann über Gebäude und Investitionen entscheiden.

Ein zukunftsfähiges Bäderangebot lässt sich nicht allein aus dem baulichen Zustand einzelner Anlagen ableiten. Entscheidend ist das Zusammenspiel von öffentlichem Auftrag, tatsächlichem Bedarf, Standorten, Wasserflächen, Betrieb und langfristiger Finanzierbarkeit.

Deshalb betrachten wir nicht jedes Bad isoliert. Wir richten den Blick auf die gesamte Bäderlandschaft einer Kommune, eines Landkreises, eines Stadtwerks oder eines Betreibers.

Nicht jeder Standort muss jede Aufgabe erfüllen. Während ein Bad beispielsweise den Schwerpunkt auf Schul- und Vereinsschwimmen legt, kann ein anderer Standort stärker auf Familien, Gesundheit, Kurse oder Freizeit ausgerichtet sein.

Eine klarere Aufgabenverteilung kann Angebote verbessern, vorhandene Ressourcen gezielter einsetzen und die langfristige Betriebsfähigkeit stärken. Welche Struktur dafür geeignet ist, hängt jedoch von den jeweiligen örtlichen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen ab.

Zukunftsbild

Welche Bäderlandschaft wollen und können Sie langfristig tragen?

Das Bäderkonzept 2040 verbindet die gesellschaftlichen Aufgaben der Bäder mit den betrieblichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten des Trägers.

Im Mittelpunkt steht nicht die vorschnelle Entscheidung für Sanierung, Schließung oder Neubau. Zunächst entsteht ein gemeinsames Verständnis davon, welche Leistungen künftig benötigt werden und wie die vorhandenen Standorte dazu beitragen können.

So werden aus einzelnen Investitionsfragen zusammenhängende Entscheidungen über die Zukunft der gesamten Bäderinfrastruktur.

Daraus entwickelt sich ein strategisches Zielbild:

  • mit klaren Funktionen für die einzelnen Standorte,
  • mit einer bedarfsgerechten Verteilung der Wasserflächen,
  • mit nachvollziehbaren Prioritäten,
  • mit einer realistischen Entwicklungsperspektive,
  • und mit einem Fahrplan für die nächsten Jahre.

Entscheidungssicherheit

Vom akuten Handlungsdruck zu klaren Prioritäten

Ein technischer Defekt, ein wachsender Sanierungsstau oder steigende Betriebskosten erzeugen schnell Handlungsdruck. Sie beantworten jedoch noch nicht, welche Rolle ein Standort künftig übernehmen soll.

Mit dem Bäderkonzept 2040 schaffen wir die strategische Grundlage, um anstehende Entscheidungen in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Das Ergebnis ist kein unverbindliches Zukunftsbild. Es ist eine nachvollziehbare Grundlage für Geschäftsführung, Verwaltung, Aufsichtsgremien und Politik.

Sie erhalten Klarheit darüber,

  1. 01welche Aufgaben langfristig gesichert werden müssen,
  2. 02welche Standorte dafür eine tragende Rolle spielen,
  3. 03wo struktureller Handlungsbedarf besteht,
  4. 04welche Entwicklungen zuerst vorbereitet werden sollten,
  5. 05und welche Entscheidungen vertieft untersucht werden müssen.

Betreiberperspektive

Ein Bad muss nicht nur gebaut, sondern über Jahrzehnte betrieben werden können.

Investitionsentscheidungen werden häufig durch den Zustand eines Gebäudes geprägt. Für die langfristige Tragfähigkeit sind jedoch weitere Fragen entscheidend: Passt das Angebot zum künftigen Bedarf? Lassen sich die vorgesehenen Öffnungszeiten und Leistungen personell absichern? Bleiben Energie- und Betriebskosten beherrschbar? Erfüllt die Struktur ihren öffentlichen Auftrag? Und ist sie dauerhaft finanzierbar?

AquaPassion betrachtet die Bäderentwicklung konsequent aus der Perspektive des späteren Betriebs. Wir verbinden strategische, wirtschaftliche und organisatorische Anforderungen zu einem gemeinsamen Zielbild.

Damit wird frühzeitig sichtbar, ob eine denkbare Entwicklung nicht nur baulich möglich, sondern auch im Alltag tragfähig ist.

Öffentlicher Auftrag

Zukunftsfähig bedeutet mehr als wirtschaftlich

Kommunale Bäder sind Bildungsorte, Sportstätten, Gesundheitsangebote und soziale Treffpunkte. Sie schaffen Voraussetzungen für das Schwimmenlernen, ermöglichen Schul- und Vereinssport und leisten einen Beitrag zur Freizeitqualität und Daseinsvorsorge.

Diese Aufgaben müssen mit begrenzten finanziellen, personellen und energetischen Ressourcen in Einklang gebracht werden.

Das Bäderkonzept 2040 unterstützt Sie dabei, den gewünschten Versorgungsauftrag klar zu beschreiben und langfristig abzusichern. So wird transparent, welche Leistungen künftig vorgehalten werden sollen, welche Prioritäten gelten und welche Ressourcen dafür notwendig sind.

Wirtschaftlichkeit bedeutet dabei nicht, den öffentlichen Auftrag infrage zu stellen. Sie schafft die Voraussetzung dafür, ihn dauerhaft erfüllen zu können.

Ihr Nutzen

Ein verlässlicher Fahrplan bis 2040 und darüber hinaus

Mit dem AquaPassion Bäderkonzept 2040 erhalten Sie eine belastbare Perspektive für die mittel- und langfristige Entwicklung Ihrer Bäder. Das Konzept hilft Ihnen,

01

Einzelentscheidungen in einen strategischen Zusammenhang zu stellen,

02

Investitionen auf den langfristigen Bedarf auszurichten,

03

Standorte und Funktionen nachvollziehbar einzuordnen,

04

Politische und betriebliche Ziele miteinander zu verbinden,

05

Prioritäten für die kommenden Jahre festzulegen,

06

Weitere Planungen gezielt vorzubereiten.

Damit entsteht Sicherheit, bevor weitreichende Investitionsentscheidungen getroffen werden.

Adressaten

Für wen ist das Bäderkonzept 2040 gedacht?

Das Bäderkonzept richtet sich insbesondere an:

  • Kommunen und Landkreise,
  • Stadtwerke und Eigenbetriebe,
  • kommunale Bädergesellschaften,
  • Betreiber mehrerer Bäderstandorte,
  • Thermen- und Freizeitbadbetreiber,
  • sowie Verantwortliche in Verwaltung, Geschäftsführung und Aufsichtsgremien.

Besonders sinnvoll ist die Beratung, wenn mehrere Standorte gleichzeitig vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen oder größere Investitionen vorbereitet werden müssen.

Ein Bäderkonzept 2040 ist sinnvoll, wenn …

  1. 01an mehreren Standorten Sanierungsbedarf besteht,
  2. 02Ersatzneubauten oder größere Modernisierungen diskutiert werden,
  3. 03die künftige Rolle einzelner Bäder unklar ist,
  4. 04sich Nachfrage und Bevölkerungsstruktur verändern,
  5. 05Schulen oder Vereine zusätzliche Kapazitäten benötigen,
  6. 06Fachkräftemangel und Betriebskosten die vorhandene Struktur belasten,
  7. 07politische Entscheidungen bisher vertagt wurden,
  8. 08oder ein gemeinsamer Fahrplan für die zukünftige Bäderentwicklung fehlt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Bäderkonzept 2040

Was ist ein Bäderkonzept 2040?
Ein Bäderkonzept 2040 beschreibt, welche Bäder, Wasserflächen und Angebote eine Kommune, Region oder ein Betreiber langfristig benötigt. Es schafft ein strategisches Zielbild und ordnet daraus entstehende Entscheidungen zeitlich und inhaltlich ein.
Geht es bei dem Konzept nur um Sanierungen?
Nein. Ein Sanierungsbedarf ist zunächst ein technischer Befund. Das Bäderkonzept klärt vorgelagert, ob und mit welcher Funktion ein Standort langfristig benötigt wird. Erst auf dieser Grundlage sollten konkrete Sanierungs-, Erweiterungs- oder Neubauvarianten vertieft werden.
Bedeutet ein Bäderkonzept automatisch, dass Standorte geschlossen werden?
Nein. Das Ergebnis wird nicht vorweggenommen. Ziel ist eine nachvollziehbare und ergebnisoffene Grundlage, auf der unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten bewertet und verantwortbar entschieden werden können.
Ist das Bäderkonzept nur für Kommunen geeignet?
Nein. Es richtet sich ebenso an Stadtwerke, Eigenbetriebe, Bädergesellschaften sowie Betreiber von Thermen, Freizeitbädern oder mehreren Standorten. Entscheidend ist der Bedarf an einer langfristigen, standortübergreifenden Perspektive.
Worin unterscheidet sich das Bäderkonzept vom Bäder-Strategiecheck?
Der Bäder-Strategiecheck zeigt, wo aktuell die wichtigsten Handlungsfelder und offenen Fragen liegen. Das Bäderkonzept 2040 geht einen Schritt weiter: Es entwickelt das strategische Zielbild für die künftig benötigte Bäderlandschaft.
Ersetzt das Bäderkonzept eine konkrete Fachplanung?
Nein. Das Bäderkonzept beantwortet zunächst die strategische Frage, was langfristig benötigt wird. Darauf aufbauend können konkrete Standorte, Investitionsvarianten und Projekte gezielt vertieft werden.

Stellen Sie Ihre Bäder zukunftsfähig auf.

Wenn Sanierungsbedarf, steigende Kosten und neue Anforderungen zusammentreffen, braucht es mehr als einzelne Maßnahmen. Es braucht eine gemeinsame Richtung.